Die vergangenen drei Monate waren für AiNA Soa ereignisreich: Das FAWAY-Projekt wird weiterhin im zentral-westlichen Madagaskar umgesetzt, unser schweizerisch-madagassisches Team lief beim Wings for Life World Run für einen guten Zweck und ein neues Ausrüstungsstück schützt nun endlich unsere Einsätze im Einsatz. Hier ein Rückblick auf diese drei Höhepunkte.
FAWAY: Vier Monate vor Ort – 387 Menschen geschult
Vor vier Monaten startete das FAWAY-Projekt („First Aid for Women and Youth“ – Erste Hilfe für Frauen und Jugendliche) seine Reise durch das zentral-westliche Madagaskar, von Betafo bis Morondava. Ziel des Projekts ist, Frauen und junge Erwachsene mit Erste-Hilfe-Kenntnissen auszustatten und so die Zahl der Menschen zu erhöhen, die befähigt sind ihre Gemeinschaften zu unterstützen.
Während dieser ersten Phase wurden alle vier Zielbezirke einmal besucht: 15 der 16 geplanten Schulungen konnten durchgeführt werden. Dadurch erhielten 387 Frauen und junge Erwachsene ein kostenloses Erste-Hilfe-Training, das in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Jugend und Sport organisiert wurde.
Das Gesamtziel dieser Projektphase wurde damit übertroffen, und unsere Indikatoren zeigen weiterhin eine positive Entwicklung – auch wenn in einigen Bezirken die angestrebte Teilnehmerzahl noch nicht vollständig erreicht wurde. Ein wichtiger Schwerpunkt für die kommenden Monate wird die Verbesserung der Kommunikation im Vorfeld der einzelnen Einsätze sein. Diese stellte teilweise eine Herausforderung dar. Eine Herausforderung, durch die sich das Team aber nicht die Motivation und Begeisterung für den weiteren Verlauf des Projekts nehmen liess.
Wings for Life World Run: Laufen zur Unterstützung unserer Mission
Am 10. Mai nahm unser AiNA-Soa-Team, bestehend aus Mitgliedern aus der Schweiz und Madagaskar, am Wings for Life World Run teil. Dies ist ein weltweiter Lauf zugunsten der Forschung zu Rückenmarksverletzungen. Gemeinsam mit 346’527 Teilnehmenden aus aller Welt legten unsere 34 Läuferinnen und Läufer insgesamt 384 Kilometer zurück.
Über die sportliche Herausforderung hinaus, hatte der Lauf eine doppelte Wirkung: Die Startgebühren flossen direkt in die medizinische Forschung. Zudem trug jeder von unserem Team gelaufene Kilometer, dank der grosszügigen Unterstützung unserer Sponsoren, zur Finanzierung unserer Projekte in Madagaskar bei.
Eine wunderbare Erinnerung daran, dass Sport und Solidarität Hand in Hand gehen können. Wir freuen uns schon jetzt auf den nächsten Lauf im kommenden Jahr!
Ein Ladeflächenaufbau zum Schutz während unserer Einsatzreisen
Jedes Jahr legt unser Mazda BT-50 mehr als 20.000 Kilometer auf den Strassen Madagaskars zurück, um in Gemeinden im ganzen Land in Erster Hilfe zu schulen. Während der vergangenen zehn Jahre wurden unser Gepäck und die Schulungsmaterialien dabei lediglich mit einer Plane geschützt transportiert.
Dieser Schutz stiess zunehmend an seine Grenzen: Im vergangenen Jahr konnte die Plane trotz sorgfältiger Verpackung durch das Team den Witterungsbedingungen nicht mehr standhalten, so dass viel Schulungsmaterial, welches für unsere Teilnehmenden vorgesehen war, beschädigt wurde. In diesem Jahr verschwand zudem ein Gepäckstück vollständig – vermutlich wurde es im Verkehr oder auf einem Parkplatz gestohlen.
Diese Vorfälle veranlassten uns, einen Spendenaufruf zu starten, um die Anschaffung eines Ladeflächenaufbaus für unseren Pick-up zu finanzieren. Ein herzliches Dankeschön an alle grosszügigen Spenderinnen und Spender, die unserem Aufruf gefolgt sind – insbesondere während der Zeit des Wings for Life World Run!
Dank Ihrer Unterstützung können wir nun deutlich sorgenfreier reisen, uns voll und ganz auf unsere Aufgaben konzentrieren und müssen uns unterwegs nicht länger bei jeder Fahrt um die Sicherheit unseres Gepäcks sorgen.
Ausblick
Zwischen Einsätzen im Land, sportlichem Engagement und logistischen Herausforderungen spiegelt dieser Quartalsrückblick den Geist von AiNA Soa besonders gut wider: Schritt für Schritt vorankommen – dank der Unterstützung unserer Partnerinnen und Partner, Spenderinnen und Spender sowie unserer freiwilligen Helferinnen und Helfer.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die diese Arbeit möglich machen. Das nächste Kapitel des FAWAY-Projekts und unsere kommenden Missionen stehen bereits vor der Tür. Wir freuen uns darauf, diesen Weg gemeinsam weiterzugehen!
Mirindra


